Das Ältere Futhark mit Bedeutung, dazu die jüngeren und angelsächsischen Reihen.
Runen sind ein Alphabet, kein Symbolvorrat — jedes Zeichen steht für einen Laut und trägt daneben einen Namen mit eigener Bedeutung. Diese Seite listet die drei historischen Reihen: das Ältere Futhark mit 24 Zeichen, das kürzere Jüngere Futhark der Wikingerzeit und die erweiterte angelsächsische Reihe. Jedes Zeichen lässt sich mit einem Klick kopieren.
Die älteste Reihe, 2. bis 8. Jahrhundert — hier mit den überlieferten Namen und ihrer Bedeutung.
Die auf 16 Zeichen verkürzte Reihe der eigentlichen Wikingerzeit.
Die erweiterte Reihe auf den britischen Inseln, bis zu 33 Zeichen.
Spätere Runen aus mittelalterlichen und regionalen Inschriften.
Worttrenner und die Zeichen für die Goldene Zahl im Runenkalender.
Der Rest des Unicode-Runenblocks — Punkt-, Kurzzweig- und Buchstabenvarianten.
Buchstabenweise ja, historisch korrekt eher nicht. Runen bilden Laute ab, nicht deutsche Buchstaben — für ä, ö, ü, c, q und z gibt es keine Entsprechung, und das Ältere Futhark unterschied Laute anders als das heutige Deutsch. Eine Umschrift ist immer eine Annäherung, kein Übersetzen.
Das Jüngere Futhark. Die Wikingerzeit reicht etwa von 800 bis 1050, und in diesem Zeitraum war die auf 16 Zeichen verkürzte Reihe in Gebrauch. Das bekanntere Ältere Futhark ist mehrere Jahrhunderte älter.
Jede Rune trägt einen überlieferten Namen mit einer Wortbedeutung — Fehu heißt Vieh, Isa heißt Eis. Die heute verbreiteten Deutungen für Wahrsagerei sind jedoch weitgehend eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und nicht historisch belegt. Die Namen sind echt, die Orakelsysteme sind es nicht.
Weil der Unicode-Runenblock in vielen Standardschriften fehlt. Auf Systemen mit Noto- oder Segoe-UI-Symbolschriften erscheinen sie korrekt; auf älteren Geräten und in manchen Apps nicht. Für Grafiken ist ein Bild deshalb verlässlicher als Text.
Ja. Einzelne Runen — vor allem ᛋ in der doppelten Form und die Odal-Rune — wurden im Nationalsozialismus vereinnahmt und werden in Deutschland bis heute so gelesen. Wer Runen öffentlich verwendet, sollte das wissen; die Reihen selbst sind unbelastet, einzelne Zeichen in bestimmter Anordnung nicht.
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